Andreas Geistlich
Andreas Geistlich

Unliberale Zwängerei für Hauseigentümer

01.04.2013
Der Kommentar von Lorenzo Petrò ist an Häme kaum mehr zu überbieten. Man solle sich doch nicht künstlich aufregen, „beim Bauen reden den Eigentümern längst zahlreiche Leute drein“. Auf ein paar Vorschriften mehr oder weniger für Solarpanels oder Wärmepumpen komme es da nicht mehr an. Und ohnehin seien viele Bauherren ganz einfach zu bequem, in erneuerbare Energien zu investieren. Herr Petrò, haben Sie sich eigentlich schon einmal überlegt, dass es evtl. nicht an der Bequemlichkeit der Bauherren liegen könnte, dass gewisse Investitionen ausbleiben, sondern an den von Ihnen genannten Regulierungen? Was glauben Sie, weshalb die FDP Volksinitiative „Umweltschutz statt Vorschriften“ zur Vereinfachung ebensolcher Investitionen von so vielen Menschen getragen und von Kantons- und Regierungsrat im Null-Komma-Nichts umgesetzt wurde? Wohl nicht, weil das Bedürfnis nach mehr Staat bestehen würde, sondern das Gegenteil ist der Fall. Mit Ihren Vorhaltungen diffarmieren Sie all jene Hausbesitzer und Privatpersonen, die sich aus Überzeugung und persönlichem Antrieb daran gemacht haben, den Umweltschutz selbst in die Hand zu nehmen, jedoch von Dutzenden von unnötigen Regulierungen daran gehindert werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zürcherinnen und Zürcher die Zeichen der Zeit erkannt haben und mündig genug sind, um verantwortungsvoll mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen. Ein Staat, der ihnen auf die richtige Spur hilft und sogar Entscheidungen abnimmt, braucht es dafür nicht.

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