Andreas Geistlich
Andreas Geistlich

Fachkräftepotential

21.08.2017

Anfrage von Hans-Jakob Boesch (FDP, Zürich), Thomas Vogel (FDP, Illnau-Effretikon), Nadja Galliker (FDP, Eglisau) betreffend Fachkräftepotenzial nutzen

Um die Höhe der Zuwanderung senken zu können ohne gleichzeitig die Konjunktur abzuwürgen, sollte das Fachkräftepotenzial im Kanton Zürich besser genutzt werden. In diesem Zusammenhang möchten wir den Regierungsrat bitten, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Welche Massnahmen hat der Kanton Zürich ergriffen, um das Fachkräftepotenzial im Kanton Zürich besser zu nutzen?
  2. Kann schon etwas über den Erfolg dieser Massnahmen gesagt werden? Wie gut gelingt es insbesondere, Teilzeitarbeitende und „Ü50“ im Arbeitsmarkt zu behalten bzw. zusätzlich in den Arbeitsmarkt zu bringen?
  3. Welche Rolle spielen Unternehmen sowie öffentliche und private Bildungsinstitutionen bei der besseren Nutzung des Fachkräftepotenzials?
  4. a. aufgrund der Digitalisierung ändern sich der Arbeitsmarkt im Allgemeinen und die Berufsanforderungen im Speziellen relativ rasch. Die Anerkennung verwandter Fachausweise würde es vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erleichtern, auf diesen Wandel zu reagieren, und es würde sich so die Gefahr reduzieren, dass sie aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Bei welchen Berufen sieht der Regierungsrat die Möglichkeit, verwandte Fachausweise zuzulassen? Bei welchen Berufen könnte eine solche Anerkennung dank einer verkürzten Umschulung bzw. Zusatzausbildung ermöglicht werden?
  5. Der Kanton schreibt in seiner Funktion als Aufsichtsorgan und Regulator in vielen Bereichen vor, über welche Fachausweise das jeweilige Personal verfügen muss (z.B. Gesundheitswesen, Bildung, Kinderbetreuung). Wie stellt der Kanton sicher, dass er und/oder Branchenverbände sich auf Minimalvorgaben beschränken? Wo sieht er Potenzial für Erleichterungen?

Welche Wirkung wird von der Umsetzung der MEI (Masseneinwanderungsinitiative) in Bezug auf die Nutzung des Fachkräftepotenzials erwartet?