Andreas Geistlich
Andreas Geistlich

Gaht’s-No!-Priis 2015

26.08.2015

Zürich, 26. August 2015

Medienmitteilung

 

Gaht’s-No!-Priis 2015

Die FDP verleiht den Preis für die absurdeste Bürokratie-Geschichte des Jahres

 

Um auf das Problem der Bürokratie aufmerksam zu machen, hat die FDP heute bereits zum sechsten Mal den Gahts-no!-Priis für die absurdeste Bürokratiegeschichte des Jahres vergeben.

 

Die Bürokratie-Erlebnisse stammen von Betroffenen aus der Bevölkerung. Eine FDP-Jury hat daraus drei Geschichten ausgewählt, die an der Preisverleihung von Komiker Oliver Haindl vorgestellt wurden.

 

Zu hohe Werbetafel sorgt für Unmut

Ein Meisterstück in Sachen Bürokratie spielte sich in der Stadt Zürich ab, wo eine Schiefertafel vor einem Zürcher Delikatessengeschäft sogar die Gewerbepolizei auf den Plan rief. Seit Oktober 2014 ist in Zürich eine neue Bewilligungs- und Gebührenpflicht für sog. Passantenstopper in Kraft. Seither braucht es für jede Reklametafel in der Kernzone eine Bewilligung, die 137 Franken kostet. Der amtliche Segen wird nur erteilt, wenn die Tafel die Masse 1.20 mal 0.8 Meter erfüllt. Leider entsprach die Werbetafel des Delikatessengeschäfts nicht der vorgeschriebenen Norm. Mit einer Höhe von 1.40 Meter war die Tafel 20 Zentimeter zu hoch und musste daher entfernt werden.

 

Zu gefährlich: Beliebtes Spielgerät muss weg

Bei der Freizeitanlage Werd in Adliswil spielten Kinder schon seit Generationen auf einer grossen, alten Dampflokomotive. Nach 45 Jahren ist nun Schluss damit – die Lok muss aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Weil das beliebte Spielgerät die europäische Norm „Spielgeräte und Spielplatzböden“ verletzt, könnte die Schulgemeinde Adliswil bei Unfällen haftbar gemacht werden. Und dieses Risiko ist den Behörden verständlicherweise zu gross.

 

Gaht’s-No-Priis 2015 geht an einen jungen Steuerzahler

Die diesjährige Auszeichnung ging schliesslich an einen jungen Steuerzahler, der folgende absurde Geschichte einreichte: Aufgrund von Umweltauflagen dürfen die Feuerwehren im Kanton Zürich nicht mehr mit gebrauchten Paletten das Löschen von Feuer üben, wie sie das jahrzehntelang getan haben. 2012 hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) das Verbrennen von alten Paletten verboten, weil diese die Luft verschmutzen könnten. Die Folge des Verbotes ist, dass die Zürcher Feuerwehren ab 2012 eigens hergestellte, nagelneue Holzpaletten erwerben und diese anschliessend verbrennen müssen. „Diese Geschichte zeigt den sorglosen Umgang mit Steuergeldern exemplarisch auf“, erklärt Jury-Präsident Peter Werder.

 

Die FDP Kanton Zürich wird sich auch weiterhin für den Abbau von übertriebenen Regulierungen und unnötigen Gesetze engagieren - mit einer Politik basierend auf den Werten Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt.

 

Kontakte:

Peter Werder, Vorstandsmitglied und Jury-Präsident, peterwerder@peterwerder.ch

Urs Egger, Geschäftsführer, egger@fdp-zh.ch

Beat Walti, Parteipräsident und Nationalrat, beat.walti@gmx.ch

 

Links zu den Top 3 Bürokratie-Geschichten 2015:

Warum die Feuerwehr neue statt gebrauchte Paletten verbrennt (Sieger 2015)

Zu gefährlich: Beliebtes Spielgerät muss weg
20 Zentimeter zu viel: Reklametafel benötigt Bewilligung