Andreas Geistlich
Andreas Geistlich

Gefährliches Spiel des Zürcher Stadtrates

29.10.2013

Zürich, 29. Oktober 2013
Medienmitteilung

 

Gefährliches Spiel des Zürcher Stadtrates


 Die FDP des Kantons Zürich nimmt mit Unverständnis und grosser Verärgerung vom Entscheid der Bau-sektion des Zürcher Stadtrates Kenntnis, dem Universitätsspital den Bau des dringend benötigten Modulbaus zu verweigern. Mit fadenscheiniger Begründung gefährdet so der Stadtrat den Medizinstandort Zürich mit seiner einzigartigen Kombination von Grundversorgung, Spitzenmedizin, Lehre und Forschung am Universitätsspital, der Universität Zürich und der ETH. Die FDP unterstützt den Regierungsrat, Rekurs gegen diesen nicht nachvollziehbaren Entscheid zu erheben und fordert die Regierung gleichzeitig auf, nochmals ernsthaft Standortalternativen für das Universitätsspital ausserhalb der Stadt Zürich zu prüfen.

 

Aus Sicht der FDP des Kantons Zürich sind die von der Bausektion des Zürcher Stadtrats vorgebrachten Argumente, welche gegen eine Bewilligung des Modulbaus sprechen, nicht stichhaltig. Dass die Stadtregierung versucht, frühere Überlegungen zu einem sinnvollen Standort des Modulbaus als Begründung anzuführen, warum die zwingende Standortgebundenheit und das überwiegende öffentliche Interesse am geplanten Bau nicht gegeben seien, überzeugt ebenso wenig wie die vorgeschobenen denkmalpflegerischen Gründe. Die FDP des Kantons Zürich fühlt sich an die Zeiten der früheren Stadträtin Ursula Koch erinnert, die unter dem Motto „Zürich ist gebaut" während Jahren die notwendige Weiterentwicklung der Stadt Zürich verhinderte.

 

Es steht ausser Frage, dass der geplante Modulbau für die Gesamtplanung des Universitätsspitals, wie sie vom Regierungsrat – mit angeblicher Zustimmung der Stadt Zürich – beschlossen wurde, von grösster Bedeutung ist. Wenn die Stadt Zürich bereits diesen wichtigen Schritt zu hintertreiben versucht, wird es ausserordentlich schwierig, angesichts der vielen denkmalgeschützten Gebäude des USZ eine solche Gesamtplanung in vernünftiger Zeit und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu realisieren. Deshalb erwartet die FDP des Kantons Zürich, dass die Regierung Standortalternativen für das Universitätsspital prüft. Dies, obwohl die FDP am bisherigen Standort die enge Zusammenarbeit zwischen Universitätsspital, Universität und ETH als am besten gegeben ansieht.

 

Mit Blick auf die enorme Bedeutung eines leistungsfähigen Universitätsspitals kann es sich der Kanton Zürich schlicht nicht leisten, die üblichen Spiele, welche in der Stadt Zürich zur Verhinderung zukunftsträchtiger Grossprojekte gespielt werden, mitzumachen.

 

Kontakte:
Kantonsrat Urs Lauffer, lauffer-@bluewin.ch
Kantonsrat Thomas Vogel, Fraktionspräsident, tv@thomasvogel.tv
Kantonsrat Dr. Beat Walti, Präsident FDP Kanton Zürich, walti@fdp-zh.ch

News

Weitere News